Reichweite

Das Versorgungsgebiet des Ostdeutschen Lungenzentrums erstreckt sich als Ergebnis des Leistungsangebotes und des über Jahre aufgebauten Renommees über die regionalen Grenzen hinweg. Es umfasst neben dem gesamten sächsischen Raum auch weite Teile Deutschlands – wobei sogar ein internationales Patientenklientel die Leistungen des Ostdeutschen Lungenzentrums in Anspruch nimmt.

Der GKV-Spitzenverband fordert für die Operationalisierung des Kriteriums der überörtlichen Aufgabenwahrnehmung neben schriftlich gefassten Kooperationen und Mindestfallzahlen auch einen Mindestanteil an Patienten mit einer Fahrzeit von über 60 PKW-Fahrminuten.

Insbesondere über die drei für die Versorgung von Lungenpatienten relevanten Fachabteilungen Innere Medizin/Pneumologie, Thoraxchirurgie und Intensivmedizin, die bereits den Großteil des Leistungsspektrums des Ostdeutschen Lungenzentrums abbilden, bedeutet gemäß Ausführungen des GKV-Spitzenverbands ein überörtliches Einzugsgebiet einen Anteil an Patienten mit einer Fahrzeit von über 60 PKW-Fahrzeitminuten in Höhe von durchschnittlich 23%.

Die ausgewiesene Fachexpertise des Ostdeutschen Lungenzentrums sorgt unter anderem dafür, dass insgesamt 29% der Patienten eine Fahrzeit von über 60 PKW- Fahrminuten in Kauf nehmen. Damit übertrifft das Ostdeutsche Lungenzentrum die Forderungen des GKV-Spitzenverbandes, die die Überörtlichkeit eines Zentrums zum Ausdruck bringen sollen.

Auch jeder einzelne Leistungsbereich des Ostdeutschen Lungenzentrums für sich bestätigt diese Abbildung.

Grund hierfür sind unter anderem die umfassenden Diagnostik- und Therapieangebote: Besonders charakteristisch zeigt sich die Inkaufnahme von über 60 PKW-Fahrminuten an den Vergleichen zwischen den Prozentzahlen des GKV-Spitzenverbandes und den Fachbereichen Thoraxchirurgie und Intensivtherapie.

 

Protonentherapiezentrum

Die Protonentherapie ist ein besonders präzises Bestrahlungsverfahren, das sich in den vergangenen Jahren sehr weit entwickelt hat. Schonende Bestrahlungsmöglichkeiten, neue Verfahren oder die Kombination verschiedener Bestrahlungstherapien haben die Heilungschancen bei Krebserkrankungen verbessert. Die Protonentherapieanlage ist in der Form einmalig in Sachsen und fest in der Versorgung spezieller Tumorindikationen eingebunden.

 

Internationales Laserzentrum  

Das Ostdeutsche Lungenzentrum weist an seinem Standort Coswig das thoraxchirurgische Laserzentrum vor, in dem bereits mehrere tausend Operationen mit einem speziellen 1318-nm-Wellenlängen-Laser durchgeführt wurden. Mit diesem Lasersystem können insbesondere Tochtergeschwülste bzw. Metastasen in der Lunge von anderen außerhalb der Lunge liegenden Tumoren (bspw. Nierenzell-, Dickdarm-, Mammakarzinom) gewebesparend entfernt werden. Dieses Verfahren Verfahren hat sich besonders bei Patienten mit einer hohen Anzahl an Metastasen bewährt.

Die überörtliche Reichweite geht daher insbesondere in der Thoraxchirurgie deutlich über die Landesgrenzen der Bundesrepublik Deutschland hinaus. Die Vereinigten Staaten von Amerika, Australien und die Niederlande gehören hier zu den Top 3; aber auch Kanada, Mexiko und China stellen typische Herkunftsländer der Patienten dar.

 

Universitätszentrum für differenzierte Beatmungstherapie und extrakorporale Herz-/ Lungenunterstützung 

Das Ostdeutsche Lungenzentrum führt am Standort Dresden seit 2011 pumpenlose sowie pumpengetriebene extrakorporale Membranoxygenierungen (ECMOs) auf der Intensivstation und im operativen Bereich durch.

Die externe Qualitätssicherung wird durch die Teilnahme am ARDS Netzwerk Deutschland sowie der für 2018 geplanten Akkreditierung durch die Extrakorporal Life Support Organization (ELSO) sichergestellt.

Das Zentrum verfügt über ein hochspezialisiertes ECMO-Team, bestehend aus qualifizierten Fach- bzw. Oberärzten und Fachpflegekräften der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie der Inneren Medizin, welches eine 24/7 Versorgung von ECMO-Patienten im operativen, stationären sowie außerklinischen Bereich im Rahmen eines Rufdienstmodells gewährleistet.

Der jeweils diensthabende ECMO-Arzt ist hierfür rund um die Uhr über eine speziell eingerichtete Hotline telefonisch erreichbar und für den zuweisenden Arzt direkt ansprechbar.

 

Darüber hinaus …

… ist in Kooperation mit dem von der Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie ärztlich besetzten Intensivtransportwagen (ITW Dresden) sowie durch Kooperationen mit den umliegenden Luftrettungsstandorten die zeitnahe Versorgung und Übernahme von kritisch kranken Patienten rund um die Uhr gewährleistet.